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 ot04 - oster-tour 2004 - frankreich: einmal rund um lyon

  
folgende Informationen 
sind verfuegbar: 

  
> Das heftig begehrte Reisetagebuch
    Wie ueblich wurde auch auf dieser Tour das Reise-
    tagebuch gewissenhaft geführt.

> Das Visuelle - Die Galleriet OT04
    Auch Bilder wurden wieder en masse geschossen.
    Eine Selektion ist hier zu finden, von den Star
    Fotografen Xenia und Angelus.

> Tourübersicht in Kartenform
    Kartenauszüge um einen Ueberblick der Tour zu
    ermöglichen.

 

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 Das Reisetagebuch der Oster-Tour 2004

folgende Berichte
sind verfuegbar:

> Tag 1: Karfreitag

> Tag 2: Ostersamstag

> Tag 3: Ostersonntag

> Tag 4: Ostermontag

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Tag 1:
Fr, 9. April 04
Karfreitag

Abflug und Entschwebung

Wetter:
Kühl, Regen, Schnee
 

Route:
Zug - Yverdon - Vallorbe - Lac de Joux - St Claude - Oyonnaux - Nantua
 

Info:
Distanz: ca. 350 km
Abfahrt: ca 13h00 LT
Ankunft: ca 22h00 LT
Fuelstop: 1, Oyonnaux

 


 

OT04 - Erster Tag - Wie das "Polar" seine Berechtigung fand

Wer sich schon lange mal gefragt hat, woher das "Polar" in unserem Teamnamen kommt, dem sei ein Tipp aus dritter Hand gegeben:
Einerseits hat’s damit zu tun, dass sämtliche aktuellen PNL Fahrer bereits einmal nördlich des Polarkreises übernachtet haben, aber auch damit, dass jede Maschine von PNL wenigstens einmal eine voll verschneite Front haben muss.

Die Taufe unserer stolzen Maschinen fand denn heute auch zwischen 800 bis 1200 Metern über Meer, zwischen Lac de Joux und Morez (F) statt. Es war hart, kalt, nass und teilweise ordentlich weiss auf den Strassen. Aber mutig und berechnend wie wir sind, hielt uns das nicht davon ab, dem üblen Wetter die Stirn zu bieten. Sogar die Zöllner "de France" blieben resignierend in ihrem Häuschen als wir vorbeiglitten.

PNL ist nun auch Schneestrassen/Gestöber zertifiziert. Gratuliere!

Aber doch noch kurz eine Zusammenfassung der Ereignisse:

Die diesjährige Ostertour begann absichtlich erst am Nachmittag: gegen 1300 besammelten sich Schaulustige, Freunde, Fans, Groupies und Geliebte um am Start der OT04 teilzuhaben.

Gegen 1530 war es nach Verabschiedungen, etlichen Kaffees und Austauschungen schliesslich soweit und nach einer kleinen kommunikationstechnischen Panne ging’s mit voller Leistung via Autobahn bis nach Payerne wo ca. 2 Stunden später auf einer Raststätte die erste Pause abgehalten wurde.

Gestärkt und mit verstärkter Kleidung (es war ziemlich kühl) ging es weiter nach Vallorbe und in die schneeigen Gegenden um den Lac de Joux. Anfangs noch echtes Gestöber begann sich der Schnee schon bald auf der Strasse und der Ausrüstung festzusetzen und bestimmte für die nächsten ca. 1.5 Stunden unser Verhalten.

Schliesslich verliessen wir die Schweiz und begannen gegen 1930 in St Claude mit der Hotelsuche. Der Tipp für diese Stadt war absolut falsch. Nix schönes... von wem der Tipp nun schon wieder war? ;)))

Auf alle Fälle ging’s dann weiter nach Oyonnaux, da es dort wahrscheinlich noch am ehesten was hätte. Wieder Fehlanzeige: ausser komischen Hotelabsteigen und einem "Hotel California"-Stil Dings gab’s nichts. Also wieder weiter.

Per Autobahn (es war Mittlerweilen schon bald 2130) ging’s nach Süden, und zur Ausfahrt 9 (u.a. Nantua) und von dort nach Nantua selbst. Übrigens: Motorräder müssen jedes selbst bezahlen auf den franz. Autobahnen ;)... auch wenn zwei gleichzeitig durch die Kontrolle passen ;) Dank den netten Zahldamen die uns dennoch durchgelassen haben ;)) schon 1 EUR gespart ;)

Auf alle Fälle haben wir dann in Nantua unser Nachtlager in einem ganz ordentlichen Hotel gleich am See so gegen 2200 aufgeschlagen.

Wir hoffen dass es morgen besseres Wetter gibt, denn mit Regen, Kälte und Schnee ... na ja, andererseits sind wir PNL Fahrer und keine Memmen ...

In dem Sinne: gute Nacht und bis morgen! Dann geht’s wieder weiter mit Abenteuern, schönen Strecken und einer Menge Spass und Begeisterung.

Euer PNL Team (i.V. Angelus)

PS: Wer's glauben mag: Hinterm Hotel stehen drei Motorräder. Komische Enduro Teile (da lachen wir nur) aber: dreimal Schweizer Nummern und erst noch Zuger (ZG) ... klein ist die Welt... cheerio ;)

 

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Tag 2:
Sa, 10.04.04
Ostersamstag

Wetter:
Nass, Kalt, Schnee am Strassenrand, zeitweise aber gar ein bisschen Sonne
 

Route:
Nantua - (sw) Ambronay - (w) Perouges - (w) Trevoux - (sw) les Olmes - (s) La Grande Croix - (se) Tournon sur Rhone

 

Info:
Distanz: ca. 330 km
Abfahrt: ca. 11h00 LT
Ankunft: ca. 21h00 LT
Fuelstop: 1x, Annonay, ca. 20 Liter

OT04 - Zweiter Tag - Im Zeichen der Kopfrolle

Das Vermächtnis der Kopfrolle

Ich bin eine Kopfrolle. Entsprungen aus der Unglücklichen Paarung eines Kopfkissens und einer Irgendwas-Rolle, hab ich in mir die schlechten Eigenschaften beider vereint. Nein ich bin nicht stolz aber dies ist meine Geschichte:

Gestern früh ist der Typ gegangen. Er kam am Tag davor, und wählte mit seinem Teamkameraden das Zimmer in jenem Hotel in Nantua, in welchem ich mein Dasein friste. Spät am Abend wurde das Licht gelöscht und los ging der Kampf. Denn anstelle dass dieser Typ, Angelus wird er anscheinend genannt, sich mit mir zufrieden gibt, nimmt er ein normales, flaches, langweiliges Kissen. Welch Unhöflichkeit, mich am Kopfende zu belassen. Aber ich rächte mich: die ganze Nacht sorgte ich dafür, dass er mich nicht aus dem Leintuch auswickeln konnte und er sich verkrümmen musste, denn das Bett selbst war auch nur gerade kurz genug. Am Morgen fand er zwar noch raus, wie man mich vom Bett runterkriegte, aber zu spät, er spürte den Nacken noch bis in den Morgen hinein!

Denn ich bin die Kopfrolle und harre hier in dem Bett in Nantua meines nächsten Opfers! ...

***

Sehr geehrte Leserschaft des PNL Newsletter

Wir von der Redaktion sind stets bemüht ihnen die trockenen und langweiligen Informationen feinstens aufzubereiten und versuchen dies in dieser neuen Serie mittels Kurzgeschichten von PNL Betroffenen. Wir hoffen damit Ihr Interesse nicht zu mindern und wünschen noch frohe Ostern.

Die PNL Travel Redaktion

***

by ang/04-04-11

Das war ein Tag der Helden gestern. Zuerst die Nacht mit dem Kampf der Kopfrolle, anschliessend bei zweifelhafter Witterung losgefahren.

Das Frühstück war natürlich ganz nett ;) waren sogar bei den frühsten, man höre, staune und verehre uns.

Wir entschieden uns für eine Route mit einem kleinen Abstecher in die Hügel und machten unseren ersten Kaffeestop in Ambronay, einem kleinen Städtchen (klein will heissen in ca. 2 Minuten mit dem Motorrad durch) in einem netten Lokal unterhalb des Kirchenplatzes.

Dort wurde philosophiert, geplaudert und genossen (nein nicht das explosionsartige ausstossen von Luft ist damit gemeint).

Später ging es weiter Richtung Perouges. Von dem Ort hatten wir schon gehört und die PNL Routenplanung sah vor, dass wir das gehörte auch überprüfen würden. Und tatsächlich: wir wurden nicht im geringsten enttäuscht: ein kleines Städtchen auf einem Hügel gelegen, Mittelalterlich restauriert und unter massivem Denkmalschutz. Will heissen ohne Satellitenschüsseln, komischen Kästen, Kübeln etc. Aber: eine echte französische Stadt, womit klar ist, dass man mit dem Motorrad reinfahren kann. Die Fotos die wir unter härtesten Bedingungen geschossen haben mögen einen Eindruck von dem Städtchen vermitteln.

Im örtlichen Gasthof verpflegten wir uns dann noch in der guten Stube und genossen das sein.

Später am Nachmittag ging’s dann weit nach Westen um Lyon im Norden zu umfahren und nach langen geraden fielen wir schliesslich nach Süden ab und querten 4 Hügelmassive, u.a. im "Parc Regional du Pilat".

Herrliche Kurven, gute Strassen so gut wie kein Verkehr und das die nächsten ca. 3 Stunden (natürlich mit Pausen dazwischen). Vielleicht hatte ja das Wetter was damit zu tun dass wir unseren Frieden hatten: Regen, bewölkt, eisig bis kalt und manchmal, manchmal gegen Abend gab’s sogar Sonne.

Und Schnee hatte es auch. Diesmal zwar nicht auf der Strassenspur, dafür daneben und für ca. 600 - 700 m.ü.M. doch heftige Haufen. Wir lachten natürlich nur über das bisschen Schnee hatten wir doch Tags zuvor wahre Massen an Weisser Kältesubstanz durchpflügt.

In Annonay gab es einen Tankstop (Zur Info: die erste Tankstelle nahm wieder keine Karten, waren also sicher, dass wir in Frankreich sind). Und weil’s so gut lief beschlossen wir unser Tagesziel "Tournon sur Rhone" doch noch anzusteuern.

Hier kamen wir gegen 2100 an, fanden ein Hotel (jeder bekam sein eigenes Zimmer da alles andere ausgebucht war) auf der anderen Rhoneseite, direkt an der alten Kabelspannbrücke, entledigten uns unserer Ausrüstung, und stürzten uns ins heftige Nachtleben. Zugegeben, heftig war’s nicht. Aber wir fanden ein brauchbares Lokal und feierten den Ostersamstag.

Heute gab’s "Rhone-Sicht-Früstück", ausruhen und Ausrüstung bereitstellen. Und diesen Bericht komplettieren.

Bald geht’s los Richtung Norden, Endziel Perouges wo wir uns gestern ein altehrwürdiges Zimmer für heut Abend gesichert haben.

Alsdann und bis später!

Xenia und ANgelus
PNL Approved Tour Experts

 

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Tag 3:
So, 11.04.04
Ostersonntag

Wetter:
Sonnig, wärmer, zwischendurch ein kleines bisschen Regen das aber schon bald wieder fort war
 

Route:
Tain dHermitage (Tournon sur Rhone) - (ne) St Donat - (n) Hauterives - (e) Roybon - St Etienne - (ne) Lac de Paladru - (ne) les Abrets - Rhone Ufer - (n ) LHuis - ST Rembert (nw) - (w) Mexmieux - Perouges

 

Info:
Distanz: ca. 270 km
Abfahrt: ca. 12h00 LT
Ankunft: ca. 18h00 LT
Fuelstop: keinen


 
 

OT04 - Dritter Tag - Das Erbarmen des Petrus

***
Da liege ich,
harre still dem was kommt,
unbeweglich und vertrauenbereitend.
Doch was naht? Ein Grollen, ein Donnern, erst war es fern, nun scheint es ständig näherzukommen, unaufhaltsam, fremd, doch freundlich, machtvoll und beeindruckend.
Ein leises Zittern macht sich bereit, es kommt, sie kommen, preschen über mich hinweg, wie Ritter der Moderne. Auch ich hatte also die Ehre. Habt Dank.

(Gedanken eines Strassenstückes zwischen Touron und Perouge, welches den PNL OT04 Fahrern begegnet ist)

***

by ang/04-04-11

Also ich geb's zu: ich dachte kurz, dass mich die "Rache" der Kopfrolleeinholen würde. Hab aber dann doch noch ein Kopfkissen (ein normales) gefunden.

Aber jetzt kurz der Reihe nach: Dass der gestrige Abend etwas anstrengend war, kommt ja bekannt vor. Also ging’s erst gegen halb zwoelf so richtig los, allgemeine Richtung Nordosten, um am Abend in Perouge anzukommen, wo bereits ein Zimmerchen reserviert war (ein PNL OT Novum, dass man bereits weiss wo man am Abend das Haupt hinbetten wir).

Es wurden viele kleine Strassen gewählt und mit kaum Verkehr schöne Strecken erfahren. Zwischendurch Hügel, dann wieder Ebenen und wieder Hügel, an Seelein entlang und ins Rhonetal. Verschiedene Pausen sorgten fürs Wohlbefinden und die vielen herrlichen Kurven (der Strasse) für Abwechslung.

Höhenmässig ging es teils wieder auf 700 m hinauf, diesmal jedoch mit Geleit der Sonne, sodass alles in allem die empfundene Temperatur zwar als kühl aber nicht kalt empfunden wurde (es scheint auch, dass man länger konzentriert und wohlbefindlich fahren kann als bei warmem Wetter).

Unser Ziel war wieder die schöne Mittelalterliche Stadt von Perouge, wo uns ein feines Zimmer und ein fürstliches Abendmahl in schön "altem" mittelalterlichem Umfeld erwarteten (Perouges wir oft auch als Drehort für Filme verwendet).

Das ist ganz kurz zusammengefasst der heutige Tag gewesen. Stundenlange Strässchenfahrten mit vielen schönen Aussichten und feinsten Erlebnissen.

Und nun: gute Nacht und bis morgen. Da wird es nach Norden, via La Dole und Jura zurück nach Hause gehen.

Xenia und ANgelus
PNL Approved Tour Experts

  

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die live tonite show auf radio "onderway"
Diese Woche mit live Zuschaltungen
der PNL Ostertour 2004.
Nicht verpassen!

ON-DERWAY, FM 103.75
Mon - Fri, 12h00 - 22h00 UTC
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Tag 4:
Mo, 12.04.04
Ostermontag

Wetter:
Sonnigstes Wetter mit ein paar Wolken. Kurzzeitig ein paar Regentropfen aber alles in allem schönste, wenn auch weiterhin kühle Bedingungen
 

Route:
Perouges - (ne) St Rambert - (ne) Bellegarde - (ne) Mijoux/La Dole - (ne) Biere - (ne) Grauholz - (e) Holzhäusern -
(e) Xenia: Zug,
Angelus: Cham

 

Info:
Distanz: ca. 400 km
Abfahrt: ca. 09h00 LT
Ankunft: ca. 23h00 LT
Fuelstop: 1x Mexmieux (F), 1x Cosonnay (CH)


 
 

OT04 - Vierter Tag - Polar zum Zweiten

Hallo treue Leserschaft der PNL OT04

Bereits sind einige Stunden vergangen seit die OT04 ihr offizielles Ende gefunden hat.

Die berühmten Fahrer Xenia und Angelus haben sich bereits wieder neuen Herausforderungen angenommen, und die tüchtigen Maschinen die sich so wacker hielten, stehen in Ihren Unterkünften und erholen sich von den Strapazen.

Nichts desto trotz hat die Redaktion es fertig gebracht vom PNL Fahrerteam noch eine Zusammenfassung der letzten Touretappe zu erhalten, welche sie nachfolgend finden werden.

Zuvor möchten sich die Organisatoren der PNL OT04 noch ganz herzlich bei den verschiedensten Institutionen für das gelingen der OT04 bedanken (die Liste ist nicht abschliessend, siehe auch in kürze www.polarnolemmings.org > credits > OT04):

- Dank dem französischen und Schweizer Zoll, dass sie unsere Fahrer unbehelligt bei Schneefall passieren liessen und speziell der grösseren Ansammlung von Schweizer Zollpersonal, welche bei der Rückkehr Parade standen (sah angeblich mächtig eindrücklich aus, ehrlich)

- Danke der Stadt St Claude: ihre Schauerlichkeit hat dafür gesorgt dass die Tagesetappe weiter wurde

- Das Hotel in Onnyaux: Die Equipe war froh zum gleichen ablehnenden Schluss gekommen zu sein

- Merci dem Beizli in Ambronay: dass die Fahrer Kaffee und zu trinken bekamen obschon die Küche bis "morgen" zu war

- Danke der Blackcorp Sightseeing Division: Dieses Städtchen Perouges habt ihr erstklassig hingekriegt

- Danke "Irene" (?) für das Kaffee verkaufen in Biere

- Und ganz wichtig an dieser Stelle mal: Danke den daheimgebliebenen Familien, Freunden, Bekannten welche die PNL Touren begleiten, unterstützen und einem das Heimkommen als freudiges Erlebnis darbieten! Danke!


***
by Angelus 12.04.2004

Also für die Eingeweihten: Letztes Jahr lief Matrix im TV, dieses Jahr war’s der Film mit dem Daywalker.

Aber natürlich wurde nicht viel TV geglotzt denn nach dem fürstlichen Diner holte einen rasch die Müdigkeit ein.

Den Kampf gegen die Kopfrolle musste ich diesmal zwar nicht bestreiten, doch scheinen die Betten, zwar überaus weich, in Ihrer Länge eher für kleinere Personen bestimmt gewesen zu sein, was durch das hochstehende Fussteil nicht vereinfacht wurde.

Egal, der Morgen kam und begrüsste uns mit Sonnenschein der durch die Gassen von Perouges (ist so also korrekt mit "s" geschrieben) glitt. Wir zögerten nicht lange und machten uns um ca. 0900 aus unseren Gemächern auf um in der Ostellerie vorne zu speisen.

Das Städtchen war noch fast ausgestorben, nur ein paar Bewohner und solche die dort arbeiten waren z sehen, und auch in der sonnendurchfluteten Räumlichkeit wo wir das Frühstück einnahmen war es ruhig und entspannt.

Die Auswahl war ordentlich, ohne Buffet aber mit allem was man auf dem Land an einem herrlichen Morgen so zu essen lust hat.

Später, nach ausgiebigem Plaudern, Frühstücken und Geniessen, ging es nach nebenan in die äusserlich mittelalterliche Garage, wo unsere Schlachtrosse geparkt standen. Aufgesessen, angeworfen und durch die ersten Touristengruppen, über unebenen Steinbelag ging’s vor das Gebäude in welchem wir für die Nacht gebettet waren.

An dieser Stelle sei übrigens mal ausdrücklich auch den jungen und kleinen französischen PNL Fans gedankt, welche stets mit diesem Glänzen in Ihren Äugen auf unser Erscheinen reagieren (meist mit "Oh Mamman, regarde les motos...") und auch den begleitenden Erwachsenen sei gedankt, da sie den jungen Enthusiasmus stets unterstützt haben ("Oh oui, et ils sont grand les motos, regarde la sont le messieurs..."): Danke und Merci beaucoup!

Nun denn, in Perouges durften wir nicht mehr allzu lange verharren, aber nachdem die Maschinen beladen waren, durchschritten wir die Stadt nochmals bei Tageslicht und unsere Starfotografen fanden massig Sujets welche auch auf www.polarnolemmings.org abgebildet sein werden.

Vor Mittag rollte unsere kleine Equipe schliesslich aus dem Mittelalter wieder in die Neuzeit hinaus und auf ging es nach allgemeiner Richtung Nordosten. Zunächst aber erst noch kurz aufgetankt und schliesslich bei St Rembert en Bugy in die Hügel. Wo möglich suchten wir für uns und unsere Maschinen die anspruchsvollen Routen aus, so dass wir quer durch das hügelige Land in allgemeiner Richtung westlich von Genf vorankamen.

Dabei entdeckten wir doch tatsächlich, dass Schilder mit dem Text "Col de Cuvillat Ferme" in Frankreich auch ihren Grund haben. Der Tel mit dem "Col" (Pass) wies grundsätzlich auf eine spannende und anspruchsvolle Route hin und das "Ferme" fand seinen Anspruch darin, dass nach der Passhöhe auf ca. 1000 M.ü.M. eine ebenes Strassenstück dank schattiger Lage für gute 300 m vollkommen Schneebedeckt war.

Natürlich reagierte die Expedition kompetent und professionell: Ein Spähtrupp wurde sofort losgeschickt welcher sich waghalsig und bar jedem Respekt für die definitiv reduzierte Reibungseffektivität zwischen Rad und Unterlage, nach vorne in den Schneeabschnitt stürzte und nach vorsichtigem, zum Teil zu Fuss unternommenem Vortasten durch das Schneefeld durchgeschlagen konnte. Anschliessend wurde die Strecke noch bis auf 900 M.ü.M. vorerkundet und nach geleisteter Aufklärung das Gros des Verbandes mit ebensolcher Gnadenloser Verachtung des Schneebelags, erfolgreich nachgezogen.

Natürlich alles in allem in waghalsiges Unterfangen, jedoch mit unschätzbarem Wert für das PNL Fahrerrepertoire und zudem konnte das "Polar" in unserer Bezeichnung wieder einmal seine Rechtfertigung finden.

Nach diesem winterlichen Abenteuer wurde bald einmal die Gelegenheit wahrgenommen, an einer sonnigen Stelle den Kocher auszubringen und eine Suppenmahlzeit zu produzieren. Starkoch Xenia übertraf dabei wiedereinmal sich selbst und nach ca. einer Stunde ging es gut gesättigt und von den sinnlosen Rufen aus dem Wald befreit, weiter (vielleicht war’s ja der Wanderer mit dem Hund, vielleicht auch der Velofahrer im Graben...).

Bald danach wurde die Hauptachse Nantua-Genf gen Nordosten gekreuzt und die Expedition fiel auf Nebenstrassen ins Val Mijoux ein, welches unterhalb von La Dole, nach unzähligen herrlichenschnellen Kurven, in Mijoux endete und gegen Les Rousses hin anstieg. Von dort einmal durch den falschen Zoll dann retour und zurück in die Schweiz nach St. Cergue.

Eindrücklich war die Ansammlung von Zoll FunktionärenInnen welche uns bei Schweizer Zoll Spalier standen als wir in unsere Heimat Nation zurückkehrten und ebenso auffällig war die massive Ansammlung von Motorrädern in St Cergue (in ganz Frankreich waren uns nur ab und an Motorradfahrer begegnet, hier zurück in CH hatte es plötzlich extrem viele).

Von St Cergue ging es überland nach Biere wo ein Zwischenstop in der Offiziersmesse der Föderalistischen Bundeskaserne eingelegt wurde (Frage: weiss jemand was der Schwarze Todesreiter mit dem Schädel an der einen Wand zu bedeuten hat?).

Schliesslich ging es später weiter nach Cossonay, kurz nachgetankt damit die Reichweite bis über Zug hinaus gewährleistet war, und auf der schönen, lilafarbigen Autobahn über Yverdon nach Bern Grauholz, wo ca. nach 90 Minuten die Equipe eintraf und ein kleine Kaffeelein getrunken wurde.

In der Abenddämmerung ging es dann nach einer kurzen Parkplatzverpflegung vom Grauholz weiter direkt in ca. 60 min nah Holzhäusern wo im Restaurant Milano die Abschluss Besprechjung stattfand, inkl. dem Repräsentanten von USpace.ch als Ehrengast zum Kaffee.

Gegen 2300 wurde die PNL OT04 offiziell von der Organisation als beendet befunden und die Fahrer sowie Fans und Gäste verabschiedeten sich voneinander.

Die OT04 war herrlich und mit ca. 1350 km die längste aller bisherigen OT's! Ich freue mich schon auf die nächste Unternehmung!

Gruss euch allen

Angelus, PNL 224


***
Epilog der Redaktion:

Xenia auf PNL 304 fuhr Richtung Zug in den Heimathafen und ist heute, zwei Tage später schon heftig damit beschäftigt Konzepte, Analysen und Erfahrungen aus der OT04 und anderen Unternehmungen auswerten. Resultate könnten bald auf www.polarnolemmings.org zu finden sein.

Angelus auf PNL 224 hatte gerade einen Tag Zeit um die nächste PNL Associated Expedition vorzubereiten und ist
zur Zeit mit einer als "Zauberin" bekannten Dame im Süden unterwegs. Dabei wird die PNL Tauglichkeit von PNL 401 (Fzg Modell Smart Pulse) als Expeditionsfahrzeug untersucht. Die bisherigen Ergebnisse sind ausesserst erfolgreich, aber mehr dazu könnte es demnächst auch auf unserer Website zu finden geben.

Bis bald wieder! Eure PNL Redaktion

  

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for corrections, comments etc please contact PNL

 

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Mai 21, 2004 17:21